Extreme Überspannung und magnetische Sättigung durch offenen Sekundärkreis bei Stromwandlern (SW)
Detaillierte physikalische und mathematische Analyse der extremen Überspannung und magnetischen Sättigung bei offenem Sekundärkreis von Stromwandlern.
Physikalischer Mechanismus der magnetischen Sättigung
Der Stromwandler (SW) ist für den Betrieb mit minimaler Bürde ausgelegt. Im Normalbetrieb induziert der Primärstrom Ip einen Sekundärstrom Is, sodass der resultierende Kernfluss nahezu null ist. Bei Öffnung des Sekundärkreises muss der gesamte Primärstrom als Magnetisierungsstrom dienen. Die fundamentale Beziehung lautet:
Erzeugung von Spitzenspannungen
Die Sättigung führt zu einem Zusammenbruch der Permeabilität und induziert massive Spannungsspitzen, die die Isolationsfestigkeit überschreiten. In Vexten nutzen wir das Modul Kurzschluss (IEC 60909), um die primären Fehlerströme zu bewerten, die bei einem offenen Sekundärkreis die dielektrische Integrität des SW sofort gefährden würden.